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Aidsschleife

Welt-Aids-Tag

Wir wissen bis heute nicht, wie das passieren konnte… Da haben wir von Anfang an in Lespress Aids als Thema präsent, vergessen aber ausgerechnet in der ersten Dezemberausgabe von Lespress den Welt-Aids-Tag….

Fräulein Kaiserin, unsere unterstützende und kritische Wegbegleiterin,  hat uns entsprechend angemahnt (erschienen in der Rubrik „lesbonanz“ im Januar 1996):

Sehr geehrte Damen,

mit großem Interesse verfolge ich die Entstehung, Verbreitung und Inhalte Ihres Lesbenblättchens. Auch Ihr stetes Bemühen um die Aids-Aufklärung und Verbreitung von Sefe-Sex-Praktiken in der Lebenswelt ist mir nicht verborgen geblieben. Auf Ihre Dezember-Ausgabe setzte ich deswegen große Hoffnungen. Erotische Geschichten könnten ein schöner Weg sein, andere Techniken und „Ansätze“ in den sexuellen Phantasien und Praktiken der Leserinnen den Boden zu bereiten und zu verwurzeln. Gut, daß Schwester Luise neben all den pikanten Details und Spannungsbögen auch noch an Latextücherl, Gleitcremes, Glosse und Dildokondome denken soll, ist vielleicht zu viel verlangt. Aber daß außer einer lauen Ankündigung einer Latex-Seite noch nicht einmal in einem Laura Méritt-Artikel über Sexshops oder zumindest im Kalendarium ein Hinweis auf den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember zu finden ist, finde ich mehr als peinlich. Eine Aids-Schwerpunkt-Ausgabe bei einem so jungen Magazin zu erhoffen, ist bestimmt nicht angebracht, aber so gar nichts ist trotzdem etwas enttäuschend. Ich wünsche Ihnen, daß die Leserinnenakzeptanz Ihres Magazins sie so lange existieren läßt, daß es noch viele Dezember-Ausgaben gibt und sie damit die Chance bekommen, Ihren Faux -Pas gründlich zu korrigieren.

Mit Rosa Grüßen

Fräulein Kaiserin

Vielen Dank, liebes Fräulein Kaiserin! Das ist uns im folgenden Jahrzehnt nicht wieder passiert.

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