Mo., 5. September, 1.55 Uhr, ZDF  
 

 

Hotel New Hampshire
USA 1984
Student Win Berry jobbt während der Semesterferien in einem exklusiven Hotel an der Küste von Maine, als er die attraktive Mary kennen und lieben lernt. Die beiden heiraten, nachdem der exzentrische Globetrotter Freud ihnen seinen Tanzbär verkauft hat und nach Wien abgereist ist. Die Erinnerung an die unbeschwerte Zeit im Hotel am Meer lässt die beiden nicht mehr los. Zusammen mit ihren inzwischen jetzt fünf Kindern ziehen sie in ein leer stehendes Schulgebäude und machen daraus das einzige Hotel der Stadt: das erste Hotel New Hampshire. In diesem verwunschenen alten Haus wachsen die Kinder allmählich heran: Lilly hat vorzeitig aufgehört zu wachsen, Frank stellt fest, dass er homosexuell ist, John hegt für Franny stärkere Gefühle als dies unter Geschwistern üblich ist. Die Gäste bleiben aus, und das Leben scheint sich gegen die Berrys verschworen zu haben. Da kommt ein Brief aus Wien, der alte Freud meldet sich wieder. Seinem Angebot, aus seinem "Gasthof Freud" in Wien ein ganz besonderes Hotel zu machen, kommen die Berrys gerne nach. Nach dem Anschlag eines Anarchisten ist auch dieser Traum ausgeträumt. Erst in den Staaten scheint sich die Vision des Vaters zu verwirklichen: Er kauft das alte Hotel an der Küste von Maine, in dem er seiner Frau vor vielen Jahren begegnete, und macht aus ihm das dritte, das eigentliche Hotel New Hampshire.

In der ebenso skurrilen wie grotesken, turbulenten wie tragikomischen Geschichte der Familie Berry spiegelt sich ein Stück "verrückter" Jugend des Romanautors John Irving. Regisseur Tony Richardson hat mit "Hotel New Hampshire" eine Familiensaga gedreht, die an Charme und Humor seinem literarischen Vorbild kongenial entspricht.
 
 

 

   
 

Mo., 5. September 2005, 08.00 Uhr, SWR  
 

 

Passe-partout (3/7)
Homos, Heteros und ein Pakt fürs Leben? - Pacs partout?
Das Bild der Familie und die Einstellung zu Ehe und Familie haben sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Neue Formen des Zusammenlebens sind entstanden und werden weitgehend akzeptiert. Konzepte wie "nichteheliche Lebensgemeinschaft", "Lebensabschnittsgefährte", "Patchwork-Familie" oder "Homoehe" spiegeln Zeitgeist und gesellschaftliche Realität wider. "Christopher Street Day" in Deutschland und "Gay Pride" in Frankreich sind schrill-bunter Ausdruck eines gewachsenen Selbstbewusstseins der Homosexuellen in beiden Ländern. "Passe-partout" spricht mit deutschen und französischen Paaren über Lebensformen und über ihre Erwartungen an die alte und neue Zweisamkeit.
 
 

 

   
 

Di., 06. September 2005, 22.45 Uhr, arte  
    Yossi und Jagger
Eine Liebe In Gefahr
Fernsehfilm, Israel 2002
Israel, ein Land im permanenten Kriegszustand. Es ist Winter. In den Bergen nahe der libanesischen Grenze befindet sich ein Außenposten der israelischen Armee. Die hier stationierte Einheit aus jungen Männern und Frauen versucht der ständig lauernden Kriegsgefahr auf ihre ganz eigene Art und Weise zu begegnen. Jeder sieht sich hier als Überlebenskünstler in einer scheinbar todbringenden Umgebung. Yossi ist der wortkarge und kühle Kompaniechef, der seinen militärischen Auftrag hier sehr ernst nimmt. Gruppenführer Jagger dagegen ist ein extrovertierter Träumer, der bald die Armee verlassen wird und hofft, dass sein Freund Yossi mit ihm ein neues Leben anfängt. Wenn die beiden allein in der kargen und verschneiten Berglandschaft auf Erkundungstour gehen, scheint es keine Grenzen, keine Gegensätze und keinen Krieg zu geben, sondern nur ihre Liebe zueinander. Doch in der Gemeinschaft der Truppe holt der Alltag sie schnell ein. Yaeli, eine Soldatin aus der Funkzentrale, hat sich in Jagger verliebt und fragt ausgerechnet Yossi nach ihm aus. Doch der kann ihr nicht helfen und schweigt. Liebe zwischen Vorgesetzten und Untergebenen ist wie in jeder anderen Armee auch in dieser verboten. Homosexualität beim israelischen Militär ist ein Tabu. Deswegen müssen Yossi und Jagger ihre Liebe geheim halten. Bei einem Nachteinsatz soll die Truppe einen Hinterhalt der libanesischen Armee verhindern. Eine Mine wird das Leben aller verändern.
 
       
 

So., 11. September, 23.20 Uhr, Arte  
 

 

Louise und ihre etwas andere Familie
Dokumentation, Frankreich 2004
Louise ist 1986 geboren. Nun wird sie 18. Sie wurde unter etwas ungewöhnlichen Umständen gezeugt. Sie kam zur Welt, weil sich Sybille und Sylviane, ein lesbisches Paar, ein Kind wünschten. Sylviane bat daher ihre beste Freundin Françoise, ihr ihren Ehemann Gérard auszuleihen. Françoise und Gérard willigten ein, ihr dieses "Geschenk" zu machen. Heute ist Louise die Tochter von Sybille, Sylviane und Gérard. Und auch ein bisschen von Françoise, zumindest ist Louise die Halbschwester von Françoises eigenen drei Kindern. Da tauchen viele Fragen auf: Ist Louise die Tochter lesbischer Frauen? Die Tochter eines Vaters und einer Mutter? Oder zweier Mütter? Welche Rolle spielt der Vater und welche Stellung hat die Frau des Vaters? Welche Stellung nimmt die Frau der Mutter ein? Ist sie eine Zweitmutter? Wie haben sie sich in all diesen Verwicklungen zurechtgefunden? Mit diesem Abenteuer wird die Geschichte einer Familie erzählt, aber auch die gesellschaftliche und politische Entwicklung der vergangenen 30 Jahre dargestellt. Den Handlungsrahmen des Films bildet Gérards Geburtstagsfeier, zu der alle Familienmitglieder am Tisch vereint sind.
 
 

 

   
       

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