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Die katholische
Bischofskonferenz hat jüngst den Rauswurf aller MitarbeiterInnen angekündigt,
die eine homosexuelle Lebenspartnerschaft eingehen würden. Kirchenfunktionäre
könnten ihre Minderheiten-Feindlichkeit nicht besser bloßstellen, - das
neue Gesetz machtís möglich. Tatsächlich hat die Lobby für Schwule
und Lesben in Deutschland in den letzten Jahren beträchtliche Erfolge erzielt
und mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz einen vorläufigen Höhepunkt auf
dem Weg zur rechtlichen Gleichstellung erreicht. Doch während die gesetzliche
Absicherung ihrer Liebesbeziehung für weiße - sprich rein deutsche - schwullesbische
Pärchen ein Luxus ist, bedeutet sie für viele binationale PartnerInnen
den langersehnten Schritt in die Legalität: Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis
für die nichtdeutsche/n PartnerIn. In den Presseberichten kamen jedoch fast
nur "weiße", sprich national-deutsche Homopärchen vor, als ob
es die gemischten nicht gäbe. Benachteiligung und Ausgrenzug von nicht-deutschen
Lesben und Schwulen verschwindet auf diese Weise hinter dem Identitäts-Kriterium
der gleichgeschlechtlichen Sexualität. Wer repräsentiert hier wen und wer
schließt wen aus?
Wie repräsentieren Minderheiten ihre politischen Forderungen? Um solche Fragen
zur politischen Repräsentation jenseits der Berufspolitik geht es in einer Podiumsdiskussion
mit Vertreterinnen vom Lesben- und Schwulen-Verband Deutschlands (LSVD), von "attac,
Mehr Demokratie e.V.", "Kein Mensch ist illegal" sowie einer Fachfrau
für Queer Theory.
CG
18.September, 20.00 Uhr, Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Köln |
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