Der Fall Vera Brühne
ONE: DER FALL VERA BRÜHNE, TEIL 1, am Sonntag (31.03.24) um 20:15 Uhr. : Vera Brühne (Corinna Harfouch) mit ihrer Freundin "Isi" Mende (Katja Flint). © NDR/Constantin Film Produktion,

Fernsehinfos vom 23. März bis zum 5. April 2024

Sa, 23.03., ONE 08:45 Uhr:

Faltenfrei, D 2021
R: Dirk Kummer**
Stella Martin [Adele Neuhauser], unleidlicher Top-Star der Kosmetikbranche, hadert verärgert mit dem Älterwerden. Nach einem Unfall kann sie plötzlich die (wenig schmeichelhaften) Gedanken ihrer Mitmenschen hören – dabei interessiert sie das zunächst gar nicht. Freilich kommt es bald anders: Stella wird „geläutert“ – und findet nicht nur im zwischenmenschlichen Umgang neue Ufer …


Sa, 23.03., 3sat 22:50 Uhr:

Leb wohl, meine Königin
FRA/SPA 2011, R: Benoït Jacquot*
Das Kostümdrama erzählt die Ereignisse am Hof von Versailles rund um den Sturm auf die Bastille im Juli 1789 aus Sicht einer Vorleserin [Léa Seydoux] der Königin Marie-Antoinette [Diane Kruger], die diese vergöttert …


Sa, 23.03., SRF1 23:50 Uhr:

Liebesgrüße aus Moskau
UK 1963, R: Terence Young, Krimi: Ian Fleming**
Lotte Lenya als Oberst Klebb, die gefährlich lesbische Gegenspielerin von 007 [Sean Connery] – inzwischen schon so etwas wie trashiger Kult, der nicht (mehr) ernst genommen wird …


So, 24.03., DisneyChannel 20:15 Uhr:

Saving Mr. Banks
UK/USA 2013, R: John Lee Hancock+
Unterhaltsame Geschichte um die Entstehung des legendären Filmmusicals “Mary Poppins”, dessen Filmrechte die [im echten Leben lesbische] Autorin P. L. Travers (1899-1996) eigentlich nicht an Walt Disney [völlig fehlbesetzt: Tom Hanks] verkaufen wollte. Wie zu befürchten war, ist Travers [Emma Thompson] in diesem Disney-Märchen leider nicht als taffe Lesbe inszeniert … Seufz.


So, 24.03., NDR 23:35 Uhr:

Einfach Nina
D 2022, R: Karin Heberlein
Die achtjährige Nina muss damit klarkommen, dass sie von vielen wichtigen Menschen in ihrer Umgebung als Junge wahrgenommen wird, obwohl sie sich als Mädchen fühlt


Mo, 25.03., ONE 20:15 Uhr:

Das Fest
DK 1998; R: Thomas Vinterberg**
Eine Besucherin eben dieses Familienfestes, auf dem ein Sohn die Schandtaten seines Vaters zur Sprache bringt, baggert übergriffig die Kellnerin an; ansonsten ist der dänische Dogma-Film jedoch sehr sehenswert


Mo, 25.03., ZDF 00:15 Uhr: T I P P ! ! !

Kokon
D 2020, R: Leonie Krippendorf
Die 14-jährige Nora [Lena Urzendowski] zieht mit ihrer älteren Schwester Jule und deren Clique im heißen Sommer 2018 durch Berlin-Kreuzberg. Als sie bei ihrer ersten Menstruation sichtbar für alle blutet und ihr das peinlich ist, kommt ihr Romy [Jella Haase, bekannt aus „Fack ju Göthe“] zu Hilfe. Nora verliebt sich prompt. Gut beobachtetes Teenagerinnen-Drama.


Mo, 25.03., 3sat 00:25 Uhr: N E U !

Trans – Drei Generationen, eine Reise
D 2024, R: Daniel Hartung
Die Reportage begleitet drei Transmenschen über drei Jahre und beobachtet ihre Erfahrungen und Entscheidungen


Mi, 27.03., Arte 21:55 Uhr: N E U !

Ich habe auf Andy Warhol geschossen
FRA 2024, R: Ovidie
Dokumentarisches Porträt: 1968 schoss die feministische Künstlerin Valerie Solanas (1936-1988) aus Protest auf den Künstler Andy Warhol (1928-1987) und wurde damit sowie mit ihrem „Scum Manifesto“ weltberühmt.


Mi, 27.03., SRF2 23:35 Uhr:

Sieben verdammt lange Tage
USA 2014, R: Shawn Levy**
Als bei den Altmans der Vater stirbt, müssen vier Geschwister, darunter Judd (Jason Bateman) und seine Schwester Wendy (Tina Fey), zusammen mit der Mutter (Jane Fonda) sieben Tage lang jüdische Totenwache (Schiv’a) halten. Am Ende der Trauerzeit gibt es ein überraschendes Coming Out …


Fr, 29.03., Vox 10:20 Uhr:

Brautalarm
USA 2011, R: Paul Feig*
Hetenklamauk um hochzeitsverrückte Bräute und sogenannte Brautjungfern (Maid of Honor): Zwischen zwei Frauen entbrennt diesbezüglich ein Konkurrenzkampf, dessen Bebilderung vor kaum einer Geschmacklosigkeit zurückschreckt. Anspielungen auf lesbische Lebensweisen dienen mal wieder lediglich der Diskriminierung


Fr, 29.03., Vox 16:05 Uhr:

Coyote Ugly
USA 2000, R: David McNall+
„Ugly“ ist hier vor allem die ausbeuterische Story: Piper Perabo macht Karriere, indem sie halbnackt auf der Theke tanzt und von einer Kollegin wird sie mal kurz für lesbisch gehalten– verlogene Hetenkomödie


Fr, 29.03., ONE 18:05 Uhr:

Pret-a-porter
USA 1994, R: Robert Altman*
Fiona Ulrich (Lili Taylor), eine Reporterin der New York Times, tummelt sich in Paris mit der Crème de la Crème der internationalen Modeszene, die gerade zur Vorstellung der neuen Kollektionen in der französischen Hauptstadt eintrifft – und wird für lesbisch gehalten. Beinah unzählige Cameo-Auftritte von Weltstars machen diese Modenschau unterhaltsam


Fr, 29.03., ARD 21:45 Uhr:

Ziemlich beste Freunde
Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric Toledano*
Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten Blick nicht erkennen …


Fr, 29.03., RTL2 22:20 Uhr:

Blade Runner 2049
USA/UK/Ungarn/Kanada 2017, R: Denis Villeneuve+
Eine Quasi-Fortsetzung des Replikant_innen-Science-Fiction-Dramas von 1982, aus dem die Interview-Sequenz zwischen Tester und Replikantin wiedergegeben wird („ob ich Replikant bin oder eine Lesbierin?“); frauenfeindlich und stellenweise sehr effekthascherisch, aber trotz dieser überflüssigen Ärgernisse von großer Qualität und über sich selbst hinausweisend: Etwa, wenn es um die Bewertung von „echter“ oder implantierter Erinnerung geht – oder auch um die Frage nach der Grenzlinie zwischen Mensch und Roboter


Fr, 29.03., ONE 23:50 Uhr / So, 31.03., ONE 20:15 Uhr:

Der Fall Vera Brühne
D 2001, R: Hark Bohm
Zweiteiliger Fernsehfilm über Vera Brühne [Corinna Harfouch], die 1962 wegen Mordes an ihrem Arbeitgeber zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Die Inszenierung zeigt sie berechnend und kalt; ihre beste Freundin und zeitweise Geliebte traut ihr einen Mord zu. Vera Brühne wurde 1979 begnadigt und starb 2001. – Beide Folgen laufen hintereinander


Mo, 01.04., SRF1 22:40 Uhr:

Loving Highsmith
Schweiz/D 2022, R: Eva Vitija
Kurzfassung der spannenden und sehr sehenswerten Doku über die Schriftstellerin Patricia Highsmith (1921-1995), in dem über ihre Tagebücher und Interviews mit Partnerinnen auch ihre lesbische Lebensweise porträtiert wird


Fr, 05.04., WDR 23:30 Uhr: N E U !

Böttinger. Wohnung 17: Tahnee
D 2024
In dieser Folge spricht Bettina Böttinger mit der Comedian Tahnee, Jahrgang 1992, und seit 2011 TV-Star


Fr, 05.04., ProSieben 03:20 Uhr:

Alfie
USA 2004, R: Charles Shyer+
Heteromurks: Bindungsgehemmter Draufgänger [Jude Law] sucht nach dem Glück. Zwei Lesben, mit denen er eine Nacht verbringt, haben miteinander mehr Spaß als mit ihm

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2024)


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgenden Kategorien zugrunde (Wertung nach dem Sternchenprinzip):

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.
* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.
* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!
* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.
* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.
* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.
* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …
* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!
+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.
© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2024)

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