Kroymann
WDR Fernsehen KROYMANN, Sketch-Comedy mit Maren Kroymann, am Montag (26.02.24) um 23:40 Uhr. Wenn's um die Wurst geht: Maren Kroymann (l) und Anna Schudt (r) in "Kroymann". © WDR/Radio Bremen/bildundtonfabrik

Fernsehinfos vom 10. bis zum 23. Februar 2024

Sa, 10.02., 3sat 17:30 Uhr:

Lilly Schönauer: Weiberhaushalt
Österreich/D 2013, R: Karola Hattop*
Oh-oh: In der stockbiederen Schönauer-Märchenwelt droht eine lesbische Liaison eine Heterofamilie auseinanderzubringen! Wird Lesbe Lucy leer ausgehen? Oder kann sich das Drehbuch neben dem heterosexuellen auch ein lesbisches Happy-End vorstellen …?


Sa, 10.02., DisneyChannel 22:35 Uhr:

Juno
USA 2007, R: Jason Reitman+
Als die 16-jährige Juno [Ellen, jetzt Eliot Page] schwanger wird, entscheidet sie sich gegen eine Abtreibung und für Pflegeeltern. Dabei zieht sie ganz kurz auch ein lesbisches Paar in Betracht … Mittelmäßiges Heten-Teenie-Drama


Sa, 10.02., SRF2 01:05 Uhr:

Blade Runner – The Final Cut
USA 1982, R: Ridley Scott+
Detektiv Deckard [Harrison Ford] jagt menschlich werdende Replikanten und testet auch die attraktive Rachel [Sean Young] auf ihre „Menschlichkeit“: “Ist es ein Test, ob ich Replikant bin oder eine Lesbierin, Mr. Deckard?“ Zukunftweisender Science Fiction, spannend, atmosphärisch, konsequent.


So, 11.02., SRF1 23:45 Uhr: N E U !

Queer glauben
Schweiz 2023, R: Madeleine Corbat
Doku über eine angehende Diakonin, die mit ihrer Lebensgefährtin in eingetragener Partnerschaft lebt, obwohl die kirchlichen Strukturen das nicht vorsehen


Di, 13.02., MDR 12:50 Uhr:

Verliebt in Amsterdam
D 2017, R: Florian Froschmeyer***
Deutscher Karrierist verliebt sich in Amsterdamerin, die mit Eltern, Schwestern und deren lesbischer Geliebter auf einem Hausboot lebt


Di, 13.02., MDR 22:55 Uhr:

Charité – Auf Leben und Tod
D 2017, R: Sönke Wortmann**
6-teilige Miniserie über das Berliner Krankenhaus „Charité“ um die Jahrhundertwende. Unter anderem keimt in einer jungen Krankenschwester allen – Frauenverboten zum Trotz – die Idee für ein Medizinstudium; eine junge Diakonisse verliebt sich in sie, aber, ach … Es laufen die ersten drei Folgen hintereinander.


Fr, 16.02., 3sat 12:05 Uhr:

Queer und muslimisch
D 2023, R: Lennart Herberhold
Es werden drei Personen porträtiert, die sich als queer verstehen und als Muslim*innen


Fr, 16.02., NDR 22:00 Uhr:

NDR Talkshow
D 2024
Freitags abends wird ja im NDR für gewöhnlich getalkt, diesmal u.  a. mit der Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel, die in Wirtschaft und digitaler Bildungspolitik maßgeblich mitmischt


Fr, 16.02., ORF1 23:55 Uhr:

Verblendung
USA/Schweden/UK/D 2011, R: David Fincher*
Glattgebügelte US-amerikanische Verfilmung des europäischen Knüllers mit Daniel Craig als Journalist, die Französin Elodie Yung als Freundin von Lisbeth, Miriam, und Lisbeth selbst wird von einer Newcomerin dargestellt: Rooney Mara, deren Ausdruckskraft es jedoch an Vielschichtigkeit mangelt


Sa, 17.02., RTL2 22:30 Uhr:

Die Hochzeits-Crasher
USA 2005, R: David Dobkin+
Zwei junge Männer [Vince Vaughn und Owen Wilson] mischen sich wahllos unter Hochzeitsgesellschaften, um dort diverse sexuelle Abenteuer zu erleben. In diesem Zoten-Quark werden einige Witze auf Kosten von Lesben gemacht.


Sa, 17.02., ProSieben 22:40 Uhr:

Liebesgrüße aus Moskau
UK 1963, R: Terence Young, Krimi: Ian Fleming**
Lotte Lenya als Oberst Klebb, die gefährlich lesbische Gegenspielerin von 007 [Sean Connery] – inzwischen schon so etwas wie trashiger Kult, der nicht (mehr) ernst genommen wird …


Sa, 18.02., 3sat 19:10 Uhr: N E U ! ! !

Queer in Afrika – Das Leben von LGBTQ-Menschen zwischen Todesstrafe und großer Freiheit
2024, R: Christina Karrer
Reportage über queere Menschen in Kenia


Sa, 18.02., SRF2 20:50 Uhr:

Brautalarm
USA 2011, R: Paul Feig*
Hetenklamauk um hochzeitsverrückte Bräute und sogenannte Brautjungfern (Maid of Honor): Zwischen zwei Frauen entbrennt diesbezüglich ein Konkurrenzkampf, dessen Bebilderung vor kaum einer Geschmacklosigkeit zurückschreckt. Anspielungen auf lesbische Lebensweisen dienen mal wieder lediglich der Diskriminierung


Mo, 19.02., WDR 23:40 Uhr:

Kroymann
D 2019
eine ältere Folge der Sketch-Show mit Maren Kroymann, diesmal unter anderem mit Marieluise Marjahn


Di, 20.02., ZDFneo 21:45 Uhr:

Tootsie
USA 1982, R: Sydney Pollack*
Travestieklassiker aus dem Showbusiness: Als Serienstar Julie [Jessica Lange] sich mit ihrer neuen Kollegin Tootsie [Dustin Hoffman] anfreundet, gibt sie schließlich mehr oder weniger zu, sich in „sie“ verliebt zu haben, dies aber nicht leben zu können


Mi, 21.02., Kabel 23:20 Uhr:

Smokin‘ Aces
USA 2006, R: Joe Carnahan+
Ein Star soll in ein Zeugenschutzprogramm und gerät ins Visier unterschiedlicher Interessensverbände, u. a. werden zwei Killerinnen auf ihn angesetzt, die wohl Lesben darstellen sollen [u. a. Alicia Keys]. Geschwätzige, wirre und bemüht coole Inszenierung einer abgekauten Story


Do, 22.02., WDR 23:30 Uhr: N E U ! ! !

In den besten Händen
FRA 2021, R: Catherine Corsini*
Derb-schwarzhumorige Studie des Niedergangs einer Beziehung, und all das vor dem Hintergrund der Gelbwesten-Demonstrationen in der Notaufnahme eines Pariser Krankenhauses – sehenswert!


Fr, 23.02., ProSieben 20:15 Uhr:

Goldfinger
UK 1964, R: Guy Hamilton*
Diesmal hat James Bond [Sean Connery] den Bösewicht Goldfinger [Gert Fröbe] als Gegenspieler, der Fort Knox atomar verseuchen will. Ihm zur Seite steht Pussy Galore [Honor Blackman], die eine Staffel von Fliegerinnen befehligt, die ihr alle blind ergeben sind. Sie wird aber leider von 007 heterotherapiert.


Fr, 23.02., ARD 23:30 Uhr:

Der Erste – Homosexualität im Profifußball
D 2023, R: Dominik Vischer, Majorie Maurer
2014 outete sich der Nationalspieler Thomas Hitzlsperger als erster prominenter Fußballspieler. Findet ihr den Schönheitsfehler in dieser Meldung? Er war schon vom aktiven Fußball zurückgetreten. Hat sich seitdem etwas geändert in der großen Geldshow?

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2024)


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgenden Kategorien zugrunde (Wertung nach dem Sternchenprinzip):

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.
* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.
* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!
* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.
* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.
* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.
* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …
* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!
+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.
© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2024)

Wenn ihr die Arbeit von Ingeborg Boxhammer unterstützen wollt, dann könnt ihr für www.lesbengeschichte.de spenden und damit die Zukunft ihrer Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lesbengeschichte“, Konto bei der Sparkasse KölnBonn, IBAN: DE 6637 0501 9803 0093 3579 BIC: COLSDE33XXX. 
Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.org

Über Lespress-Autorin

Könnte Sie auch interessieren:

Kurzdokumentarfilmwettbewerb für Filmemacherinnen

ARTE ruft erstmalig in einem Kurzdokumentarfilmwettbewerb Filmemacherinnen ab 18 in Deutschland zur Teilnahme auf. Im …