Barbra Streisand
Zur ARTE-Sendung Ein Abend mit Barbra Streisand Barbra Streisand 1942-1984 1994128: Mit ihrer Mezzosopran-Stimme und ihrem Aussehen, das nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht, schreibt sie ein ganz eigenes Kapitel in der Unterhaltungsgeschichte. © Steve Shapiro Foto: ARTE France

Fernsehinfos vom 07.05. bis zum 20.05.2022

Sa, 07.05., ORF1 20:15 Uhr:

Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel
USA 2016, R: Garry Marshall
Verschiedene, miteinander lose verwobene Episoden zentrieren sich auf romantisch-komödiantische Ereignisse am und zum Muttertag – dazu unüberhörbare rassistische Späße eines Elternpaares: Wo wollte der Stuss noch gleich witzig sein??


Sa, 07.05., ONE 23:10 Uhr:

Limbus – Zur Hölle mit Tahnee
D 2022
Sechster Streich der 6-teiligen Showreihe mit der Komikerin Tahnee als Moderatorin, die jedes Mal andere Gäste einlädt, hier u. a. Michael Mittermeier, gäääähn – und Aminata Belli — mich haut die Reihe leider so gar nicht vom Hocker!


So, 08.05., 3sat 08:15 Uhr:

Being Sascha
Schweiz/D 2020, R: Manuel Gübeli
Dokumentation über die nicht-binäre Transperson Sascha, die weder das Label „männlich“ noch „weiblich“ für sich passend findet


So, 08.5., Tele5 20:15 Uhr:

Red Sonja – Die Rache der Schwertkämpferin
NL/USA 1985, R: Richard Fleischer+
Weil Sonja (Brigitte Nielsen) ihr nicht gehören will, wird ihre Familie von der Königin Gedren (Sandahl Bergman) ermordet, sie selbst von ihren Schergen vergewaltigt und gequält – Fantasy-Trash mit Frauenduell als Showdown


So, 08.05., DisneyChannel 20:15 Uhr:

Mary Poppins
USA 1964, R: Robert Stevenson, Vorlage: P. L. Travers +
Nee, da ist nicht wirklich was Lesbisches drin: Aber die Autorin, P. L. Travers (1899-1996), hat offenbar mindestens bisexuell gelebt. Dies wurde in Berichten anlässlich des Hollywoodfilms „Saving Mr. Banks“ über den Dreh von „Mary Poppins“ zwar verschwiegen, aber von der lesbisch-schwulen Community an die Öffentlichkeit gebracht. – Außerdem ist Mrs. Banks (auch) im Film eine Suffragette! – Chim chim-cheree …


Mi, 11.05., ARD-alpha 22:15 Uhr:

Wie Gott uns schuf: Coming Out in der katholischen Kirche
D 2022, R: Hajo Seppelt, Katharina Kühn und Marc Rosenthal, Peter Wozny
Reportage über rückständige Moral- und Familienvorstellungen bereiten queeren Menschen in christlichen Zusammenhängen mitunter die Hölle auf Erden…


Mi, 11.05., MDR 23:40 Uhr:

Kroymann
D 2018
Folge 2 der zweiten Staffel mit Sketchen von und mit Maren Kroymann


Do, 12.05., WDR 07:50 Uhr:

Ich und die anderen. Lesbisch. Schwul. Jung
D 2016
Jugendmagazin zur Unterstützung junger Menschen, die im Selbstfindungsprozess mit sich hadern und auch mit Anfeindungen von außen umgehen müssen


Fr, 13.05., ARD-alpha 09:30 Uhr:

Respekt kompakt: Identitätspolitik – Warum wird darüber gestritten?
D 2021, R: Christina Wolf
Das Magazin geht der Geschichte des Begriffs, der ins Jahr 1977 zurückreicht, und seiner Bedeutung nach, denn u. a. wurde er mit „Black Lives Matter“ wieder in die Diskussion gebracht. Anhand mehrerer Beispiele wird das Für und Wider von (kollektiver) Identität vorgestellt und diskutiert.


Fr, 13.05., arte 14:15 Uhr:

Mona Lisas Lächeln
USA 2003, R: Mike Newell*
Progressive Lehrerin [Julia Roberts] eckt 1953 im konservativen Mädchencollege Wellesley an; eine lesbische Lehrerin [Juliet Stevenson] muss gehen, als sie ihren Studentinnen Verhütungsmittel besorgt. Sehenswert!


Fr, 13.05., ZDFinfo 16:30 Uhr:

Liebe und Sex in Russland – Tradition, Gewalt und Widerstand
D 2020
Reportage über die Situation in Russland; auch queere Menschen kommen zu Wort, die mit der heterosexuellen Doktrin umgehen müssen


Fr, 13.05., ONE 22:50 Uhr:

Eldorado KaDeWe
D 2021, R: Julia von Heinz
Historisierende Mini-Serie (es laufen die ersten drei Teile) über die Geschichte des Berliner Kaufhauses KaDeWe (Kaufhaus des Westens): Hedi [Valerie Stoll], Verkäuferin in der Textilabteilung, und Fritzi [Lia von Blarer], Tochter des KaDeWe-Besitzers Jandorf, verlieben sich ineinander. Fritzis Bruder kämpft derweil als neuer Juniorchef des KaDeWe um die Anerkennung seines Vaters … Der jüdische Kaufmann Alfred Jandorf (1870-1932) eröffnete sein Warenhaus 1907 in Berlin-Schöneberg, konnte sich gegen die Konkurrenz behaupten, wurde aber in den 1920er Jahren von Tietz (Gesellschaft des Tietz-Bruders Hermann, später „Hertie“) aufgekauft, die Gesellschaft wurde 1933 von den Nazis enteignet.


Fr, 13.05., BR 22:50 Uhr:

Tod auf dem Nil
UK 1977, R: John Guillermin+
Hercule Porree — pardonnez-moi, Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer, auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs. Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] … Ich sehe keinerlei Veranlassung für eine neue Version …!


Fr, 13.05., BR 01:05 Uhr:

Frühstück bei Tiffany
USA 1961, R: Blake Edwards+
Die Romanverfilmung nach Truman Capote rückt die gerade den Kinderschuhen entwachsene Lebedame Holly Golightly [Audrey Hepburn], die sich erst am Schluss für den armen Lebemann Paul [George Peppard] entscheidet, ins Zentrum der Geschichte des US-amerikanischen Jet-Sets der vierziger Jahre. Im Roman geht Holly nach Brasilien und verschwindet aus Pauls Leben. Ihre New Yorker Zeit wird aus seiner Erinnerung geschildert und ihm berichtet sie des Öfteren von lesbischen Frauen in ihrem Umfeld; es klingt, als hätte sie auch eigene Erfahrungen gesammelt. Aber das alles hat Blake Edwards einfach ignoriert!


Sa, 14.05., RTL2 00:00 Uhr:

New York Taxi
USA/FRA 2004, R: Tim Story*
Die taffe und schlagfertige Taxifahrerin Belle [Queen Latifah] muss den tollpatschigen Cop Washburn [Jimmy Fallon] kutschieren und erlebt mit ihm zahlreiche Abenteuer. Seine Chefin [Jennifer Esposito] wird bei einem Geiselaustausch von der Oberbankräuberin [Gisele Bündchen] übergriffig angetatscht. Und das soll witzig sein?! Klamaukiges Action-Komödien-Remake, das auch „die Queen“ nicht so richtig sehenswert macht.


Sa, 14.05., SRF1 00:45 Uhr:

La Vie en Rose
FRA/UK/TSCHECH 2007, R: Olivier Dahan+
Mit dem Schwerpunkt auf Kindheit und Tod porträtiert der Film das Leben der französischen Chansonsängerin Edith Piaf (1915-1963) [Oscar für Marion Cotillard]. Zu Beginn der Karrierenfeiern sind ganz kurz auch zwei Frauen zu sehen, die einander küssen.


So, 15.05., 3sat 22:25 Uhr:

Tödliche Geheimnisse – Jagd in Kapstadt
D 2017, R: Sherry Hormann
Fortsetzung des smarten Polit-Thrillers um den TTIP-Betrug, den Journalistin Rommy [Nina Kunzendorf] und Redakteurin Karin [Anke Engelke] an die Öffentlichkeit bringen wollen


So, 15.05., tagesschau24 03:27 Uhr:

Jung und transsexuell – was jetzt?
D 2020, R: Linda Joe Fuhrich
Reportage in der Reihe „Unterwegs im Westen“: Immer mehr Kinder und Jugendliche fordern Selbstbestimmung über ihren Körper und ihr Leben damit


Di, 17.05., SRF1 23:50 Uhr:

Die Erbinnen
Paraguay/FRA/Norwegen/Brasilien/Uruguay/ITA/D 2018, R: Marcelo Martinessi*
Asunción, Paraguay: Ein alterndes Lesbenpaar, gewöhnt an materielle Absicherung, gerät in finanzielle Nöte. Als Chiquita wegen Überschuldung ins Gefängnis muss, findet Chela als Taxifahrerin eine Art Neuanfang für ihr Leben … Sehenswert!


Mi, 18.05., MDR 23:40 Uhr:

Kroymann
D 2018
Folge 3 der zweiten Staffel mit Sketchen von und mit Maren Kroymann


Do, 19.05., WDR 07:20 Uhr:

Ich und die Anderen. Sie, er oder wer? – Transgender
Reportage über trans* Jugendliche)


Do, 19.05., arte 21:45 Uhr:

Kommissar Marthaler – Die Sterntaler-Verschwörung
D 2017, R: Züli Aladag*
Marthaler [Matthias Koeberlin] und seine neue Kollegin Sarah Jonas [Alice Dwyer] treffen in der Wohnung einer ermordeten investigativen Journalistin auf deren Kollegin, die auch ihre Geliebte war …


Fr, 20.05., SRF2 20:10 Uhr:

Colette
UK 2017, R: Wash Westmoreland***
Gabrielle-Sidonie Colette (1873-1954, hier dargestellt von Keira Knightley) gerät durch die Heirat mit Willy (Dominic West) in den großstädtischen Strudel von Paris, wo sie sich als Schriftstellerin erprobt und diverse (lesbische) Bettgeschichten durchlebt, die später in ihre Texte einfließen sollten. Joah, ganz nett.


Fr, 20.05., ZDFneo 22:00 Uhr:

Verblendung
USA/Schweden/UK/D 2011, R: David Fincher*
Glattgebügelte US-amerikanische Verfilmung des europäischen Knüllers mit Daniel Craig als Journalist, die Französin Elodie Yung als Freundin von Lisbeth, Miriam, und Lisbeth selbst wird von einer Newcomerin dargestellt: Rooney Mara, deren Darstellung es jedoch an Vielschichtigkeit mangelt


Fr, 20.05., arte 21:45 Uhr:

Barbra Streisand – Geburt einer Diva
FRA 2015, R: Nicolas Maupied
Porträt der Sängerin, Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Barbra Streisand (geb. 1942), die mit ihrem erfolgreichen Kampf gegen Frauenfeindlichkeit und Heterosexismus als Ikone der Emanzipationsbewegungen gilt


Fr, 20.05., ONE 22:45 Uhr:

Eldorado KaDeWe
D 2021, R: Julia von Heinz (Historisierende Mini-Serie
heute laufen die letzten drei Teile am Stück) über die Geschichte des Berliner Kaufhauses KaDeWe (Kaufhaus des Westens): Hedi [Valerie Stoll], Verkäuferin in der Textilabteilung, und Fritzi [Lia von Blarer], Tochter des KaDeWe-Besitzers Jandorf, verlieben sich ineinander. Fritzis Bruder kämpft derweil als neuer Juniorchef des KaDeWe um die Anerkennung seines Vaters … Der jüdische Kaufmann Alfred Jandorf (1870-1932) eröffnete sein Warenhaus 1907 in Berlin-Schöneberg, konnte sich gegen die Konkurrenz behaupten, wurde aber in den 1920er Jahren von Tietz (Gesellschaft des Tietz-Bruders Hermann, später „Hertie“) aufgekauft, die Gesellschaft wurde 1933 von den Nazis enteignet.


© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2022)


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgenden Kategorien zugrunde (Wertung nach dem Sternchenprinzip):

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.
* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.
* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!
* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.
* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.
* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.
* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …
* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!
+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.
© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2022)

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