Eldorado KaDeWe - Jetzt ist unsere Zeit
ARD Degeto ELDORADO KADEWE - JETZT IST UNSERE ZEIT, Folge 3, "Lila Nächte", am Samstag (27.12.21) um 21:45 Uhr und um 02:40 Uhr im ERSTEN, online first ab Montag (20.12.21) um 05:30 Uhr im Ersten Die junge KeDeWe-Verkäuferin Hedi (Valerie Stoll) genießt die Nächte in dem avantgardistischen Nachtclub „Eldorado“ und die Freiheit ihrer heimlichen Liaison mit Fritzi (Lia von Blarer), der Tochter des KaDeWe-Besitzers. © ARD Degeto/RBB/Constantin Film/UFA Fiction/Dávid Lukács

Fernsehinfos vom 31.12.2021 bis zum 13.01.2022


Fr, 31.12., ONE 09:45 Uhr:

Karambolage
FRA 1952, R: Marcel Bluwal+
Der potenzielle Schwiegersohn [Jean-Claude Brialiy] des Generaldirektors [Louis de Funés] wird von seiner Zukünftigen genarrt, die ein mögliches lesbisches Techtel andeutet – nur um ihn zu reizen, versteht sich! Cholerische Louis-de-Funés-Komödie! Alain Delon in einer Gastrolle.


Fr, 31.12., ARD 13:50 Uhr:

Frühstück bei Tiffany
USA 1961, R: Blake Edwards+
Die Romanverfilmung nach Truman Capote rückt die gerade den Kinderschuhen entwachsene Lebedame Holly Golightly [Audrey Hepburn], die sich erst am Schluss für den armen Lebemann Paul [George Peppard] entscheidet, ins Zentrum der Geschichte des US-amerikanischen Jet-Sets der vierziger Jahre. Im Roman geht Holly nach Brasilien und verschwindet aus Pauls Leben. Ihre New Yorker Zeit wird aus seiner Erinnerung geschildert und ihm berichtet sie des Öfteren von lesbischen Frauen in ihrem Umfeld; es klingt, als hätte sie auch eigene Erfahrungen gesammelt. Aber das alles hat Blake Edwards einfach ignoriert!


Fr, 31.12., ServusTV 14:20 Uhr:

Die fabelhafte Welt der Amélie
Frankreich 2000, R: Jean-Pierre Jeunet*
Im Tarnmäntelchen eines Märchens kommt diese extrem bürgerliche Komödie daher: Amélie [Audrey Tautou] sucht nach dem Mann, dem die Kinderschätze in ihrem Haus gehören, und gerät so an manch falsche Adresse. Eine der Dominiques, die Amélie aufsucht, trägt einen Anzug, raucht und betrachtet sie genüsslich. Freilich macht Amélie, dass sie weg kommt  …


Fr, 31.12., RTL2 18:30 Uhr:

Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung
USA 1999, R: Jay Roach+
Krude Agentenfilmparodie, in der der durchgeknallte Agent Austin Powers [Mike Myers] gegen Dr. Evil [auch Myers] mit einer Assistentin antritt, die auch eine Geliebte hat. Also, ich find’s zu klamaukig!


Fr, 31.12., ONE 21:40 Uhr:

Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt
USA/SINGA/MALAY/INDON 2012, R: Lorene Scafaria*
Steve Carell und Keira Knightley als zwei, die sich angesichts des Weltuntergangs finden. Es gibt einen Kuss mit einer Kellnerin. Punkt.

Sa, 01.01.2022, SRF2 23:45 Uhr:

Eyes Wide Shut
UK/USA 1999, R: Stanley Kubrick+
Von seinen Begierden überforderter Ehemann [Tom Scientology-Cruise] sucht Abenteuer ohne seine Frau [Nicole Kidman]) und schleicht sich bei einer obskuren Verbindung ein, bei deren Treffen auch maskierte Frauen intim miteinander tanzen. Intensives, aber unreflektiertes Voyeurismus-Drama

So, 02.01., ONE 08:40 Uhr:

Karambolage
FRA 1963, R: Marcel Bluwal+
Der potenzielle Schwiegersohn [Jean-Claude Brialiy] des Generaldirektors [Louis de Funés] wird von seiner Zukünftigen genarrt, die ein mögliches lesbisches Techtel andeutet – nur um ihn zu reizen, versteht sich! Cholerische Louis-de-Funés-Komödie! Alain Delon in einer Gastrolle.

So, 02.01., ONE 15:35 Uhr:

Pret-a-porter
USA 1994, R: Robert Altman*
Fiona Ulrich (Lili Taylor), eine Reporterin der New York Times, tummelt sich in Paris mit der Crème de la Crème der internationalen Modeszene, die gerade zur Vorstellung der neuen Kollektionen in der französischen Hauptstadt eintrifft – und wird für lesbisch gehalten. Beinah unzählige Cameo-Auftritte von Weltstars machen diese Modenschau unterhaltsam

Mo, 03.01., ORF1 20:15 Uhr:

Ziemlich beste Freunde
Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric Toledano*
Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten Blick nicht erkennen …

Mo, 04.01., 3sat 20:15 Uhr:

Ich will dich
D 2015, R: Rainer Kaufmann*******
Bürgerliche und lebensgemeinschaftliche Bereicherungen stehen der Liebe zwischen zwei Frauen (Erika Marozsán und Ina Weisse) im Wege, die sich weder von ihrem bisherigen sozialen Gefüge (Marie) noch von ihren Zukunftsträumen (Ayla) verabschieden möchten. Sie sehen sich als heterosexuelle Frauen mit heterosexuellen Errungenschaften (Familie, Anerkennung), die sie nicht aufzugeben bereit sind.

Mi, 05.01., SWR/SR 05:30 Uhr:

Maren Kroymann – Eine von hier

Porträt der in Tübingen geborenen Kabarettistin Maren Kroymann, deren Karriere in den letzten Jahren noch einmal so richtig Fahrt aufnahm)

Mi, 05.01., BR 20:15 Uhr:

Tod auf dem Nil
UK 1977, R: John Guillermin+
Hercule Porree — pardonnez-moi, Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer, auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs. Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] …

Do, 06.01., 3sat 22:00 Uhr:

Feuchtgebiete
D 2013, R: David Wnendt, Vorlage: Charlotte Roche*
Schon das Buch wurde seltsamerweise als bahnbrechend gefeiert; der Filmnachschlag sollte es auch werden: Roches ausbeuterischer Roman über Frauenkörper und Frauenerfahrungen; da darf ein lesbisches Intermezzo nicht fehlen

So, 09.01., ONE 06:15 Uhr:

Adele Spitzeder
BRD 1972, R: Peer Raben*******
Die Schauspielerin Adele Spitzder [1832-1895, hier dargestellt von Ruth Drexel] kommt mit ihrer Geliebten Emmy [Ursula Strätz] nach München und beginnt bald ein florierendes Kreditgeschäft. Sie macht den Banken Konkurrenz, lebt in Saus und Braus und macht der Schauspielerin Rosa Ehinger [Monika Bleibtreu] schöne Augen – bis die Münchner Behörden sie zu Fall bringen. Der Film basiert vorwiegend auf Martin Sperrs Theaterstück.

Mi, 12.01., SRF2 23:40 Uhr:

Alle Farben des Lebens
USA 2015, R: Gaby Dellal*****
Die 16-jährige Ramona alias Ray (Elle Fanning) sieht sich selbst als Jungen im Körper eines Mädchens und wünscht sich eine Geschlechtsangleichung. Mutter Maggie (Naomi Watts) steht zu Ray, den sie bereits als Sohn und nicht mehr als Tochter betrachtet; überzeugen muss sie noch ihre lesbische Mutter Dodo (Susan Sarandon), die sich zunächst für eine Frauen liebende Teenagerin nur eine Zukunft als lesbische Frau vorstellen kann.

Do, 13.01., ZDFneo 23:35 Uhr:

Weiblich, ledig, jung, sucht …
USA 1992, R: Barbet Schroeder**
Die neue Mitbewohnerin von Allison [Bridget Fonda], Hedra [Jennifer Jason Leigh], entpuppt sich als obsessive Frau, die nach und nach von Allison und ihrem Leben Besitz ergreift. Psychothriller, der in seinen Horrorvorstellungen auf alte Frauen- und Lesbenklischees setzt


© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2021)


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgenden Kategorien zugrunde (Wertung nach dem Sternchenprinzip):

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.
* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.
* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!
* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.
* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.
* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.
* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …
* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!
+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.
© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2021)

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