Zur ARTE-Sendung Geisterkomödie: Die schrullige Madame Arcati (Margaret Rutherford) verdient als Medium ihren Lebensunterhalt und ruft in Séancen Geister an. Doch dieses Mal geht etwas gewaltig schief … © Two Cities Films Foto: ARTE

Fernsehinfos vom 13. bis zum 26.März 2021

Sa, 13.3., RBB 09:00 Uhr:

So ein Schlamassel
D 2010, R: Dirk Regel***
Tochter rebelliert gegen ihre Familie, die einen jüdischen Schwiegersohn will; mit Hilfe ihrer lesbischen Freundin schwindelt sie ihren Eltern vor, ihr Liebster sei jüdischen Glaubens … Sehr zahm und irgendwie unpassend


Sa, 13.3., ORF1 20:15 Uhr:

R.E.D. – Älter, härter, besser
USA 2010, R: Robert Schwentke+
Ironisch gemeinter Agenten-Thriller mit RentnerInnengang: Bruce Willis, Helen Mirren, Morgan Freeman legen den Bösewichtern das Handwerk und retten auch noch Mary-Louise Parker, die zwischendurch fälschlicherweise für lesbisch gehalten wird. Streckenweise unterhaltsam – Helen Mirren allemal!


Sa, 13.3., BR 23:30 Uhr:

Verliebt in Amsterdam
D 2017, R: Florian Froschmeyer***
Deutscher Karrierist verliebt sich in Amsterdamerin, die mit Eltern, Schwestern und deren lesbischer Geliebter auf einem Hausboot lebt


So, 14.3., Vox 14:50 Uhr:

Goldfinger
UK 1964, R: Guy Hamilton*
Diesmal hat James Bond [Sean Connery] den Bösewicht Goldfinger [Gert Fröbe] als Gegenspieler, der Fort Knox atomar verseuchen will. Ihm zur Seite steht Pussy Galore [Honor Blackman], die eine Staffel von Fliegerinnen befehligt, die ihr alle blind ergeben sind. Sie wird aber leider von 007 heterotherapiert.


So, 14.3., ProSieben 22:55 Uhr:

Ghost in the Shell
USA/UK 2017, R: Rupert Sanders*
Remake der Comic-Verfilmung von 1995: Nachdem sie in einem Unfall beinah ihr Leben gelassen hätte, wird Mila Kilian [Scarlett Johansson] mit künstlichen Ersatzteilen zu einem weiblichen Cyborg, der Verbrecher jagt. Sie küsst auch schon mal eine Frau


Mo, 15.3., MDR 23:10 Uhr:

Donna Leon – Venezianisches Finale
D 2003, R: Sigi Rothemund, Krimi: Donna Leon*****
Commissario Brunetti [Uwe Kokisch] geht der Ermordung eines homophoben Dirigenten nach und verdächtigt u. a. die lesbische Opernsängerin Flavia Petrelli [Leslie Malton], die mit ihrer Agentin Brett Lynch [Gesine Cukrowski) zusammenlebt. Naja …


Di, 16.3., Kabel 00:45 Uhr:

Alien: Die Wiedergeburt
USA 1997, R: Jean-Pierre Jeunet*
Im vierten Teil der Science-Fiction-Horrormär ist Ripley [Sigourney Weaver] wieder auferstanden und muss sich mit Call [Winona Ryder], einer Roboterin, herumschlagen, die sich menschlicher als Menschen erweist. Als Call von einem Schuss niedergestreckt wird, greift Ripley in die schleimige Brustwunde …


Do, 18.3., ServusTV 20:15 Uhr:

Chicago
USA/Kanada 2002, R: Rob Marshall*
Schwungvolles und augenzwinkerndes Musical um die Chicagoer Unterwelt; zwei Verbrecherinnen [Renée Zellweger und Catherine Zeta-Jones] lassen sich vom Playboy-Anwalt [Richard Gere] aus dem Knast holen, in dem die typisiert-lesbische Mama Morton [Queen Latifah] das Regiment führt


Do, 18.3., ORF1 20:15 Uhr:

Blade Runner 2049
USA/UK/Ungarn/Kanada 2017, R: Denis Villeneuve+
Eine Quasi-Fortsetzung des Replikant_innen-Science-Fiction-Dramas von 1982, aus dem die Interview-Sequenz zwischen Tester und Replikantin wiedergegeben wird („ob ich Replikant bin oder eine Lesbierin?“); frauenfeindlich und stellenweise sehr effekthascherisch, aber trotz dieser überflüssigen Ärgernisse von großer Qualität und über sich selbst hinausweisend: Etwa, wenn es um die Bewertung von „echter“ oder implantierter Erinnerung geht – oder auch um die Frage nach der Grenzlinie zwischen Mensch und Roboter


Sa, 20.3., BR 10:30 Uhr:

Für immer 30
D 2011, R: Andi Niessner***
Timo [Felix Eitner] erlebt eine Midlifecrisis und kriegt außerdem eine Frau [Marie-Lou Sellem] vor die Nase gesetzt – das hält er nicht aus … Auch seine Tochter [Sidonie von Krosigk] lebt nicht nach seinen Vorstellungen und Plänen, sie trägt neuerdings Tattoos und outet sich auch noch als Lesbe! Übliche Fernsehunterhaltung


Sa, 20.3., MDR 22:30 Uhr:

Ziemlich beste Freunde
Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric Toledano*
Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten Blick nicht erkennen …


So, 21.3., SIXX 22:35 Uhr:

Durchgeknallt – Girl, Interrupted
USA/D 1999, R: James Mangold**
Susanna Kaysen [Winona Ryder] schluckt Tabletten und eine Flasche Schnaps. In der Annahme, dass sie sich umbringen wollte, stecken ihre Eltern sie vorübergehend in eine geschlossene Anstalt – wo sie auf die unangepasste Lisa [Angelina Jolie] trifft. Sehenswert!


Mo, 22.3., HR 21:45 Uhr:

Tatort: Wolfsstunde
D 2008, R: Kilian Riedhoff**
Nachdem eine Frau vergewaltigt worden ist, häufen sich Vergewaltigungen in Münster. Thiel [Axel Prahl] und Börne [Jan-Josef Liefers] folgen unterschiedlichen Spuren. Eine der vergewaltigten Frauen [Katharina Lorenz] fasziniert und irritiert den Möchtegern-Macho Thiel, aber sie ist mit einer Frau liiert …


Di, 23.3., Disney Channel 20:15 Uhr:

Vielleicht, vielleicht auch nicht
USA 2008, R: Adam Brooks*
Der in Scheidung lebende Werbeagent Hayes [Ryan Reynolds] erzählt seiner heranwachsenden Tochter [Abigail Breslin] von den Frauen in seinem Leben. Dabei stellt sich heraus, dass zwei der Frauen [Rachel Weisz und Elizabeth Banks] auch miteinander Spaß hatten. Dämlicher Heteromurks!


Mi, 24.3., Nitro, 20:15 Uhr:

Liebesgrüße aus Moskau
UK 1963, R: Terence Young, Krimi: Ian Fleming** (Lotte Lenya als Oberst Klebb, die gefährlich lesbische Gegenspielerin von 007 [Sean Connery] – inzwischen schon so etwas wie trashiger Kult, der nicht (mehr) ernst genommen wird …


Fr, 26.3., Arte 13:45 Uhr:

Geisterkomödie
UK 1945, R: David Lean+ (Ein Schriftsteller [Rex Harrison] lädt zu Recherchen ein Medium, Madame Arcati [Margaret Rutherford], zum Abendessen mit seiner Frau ein, muss aber feststellen, dass dies den Geist seiner früheren Frau herbeibeschwört … Manche Forschende sahen in der „burschikosen“ Madame Arcati ein maskulines Verhalten, also einen Hinweis auf möglicherweise lesbische Lebensweise


Fr, 26.3., RBB 14:30 Uhr:

Winnetous Weiber
D 2014, R: Dirk Regel**
Zu Pferd besuchen fünf unterschiedliche Frauen die Drehorte der Karl-May-Filme der sechziger Jahre. Unterwegs sind aber vor allem die persönlichen Probleme der Beteiligten Thema. So geraten Gabriele/Gabi (Floriane Daniel) und Maren (Nina Kronjäger) mehrmals miteinander in Streit, denn Gabi ist nicht nur erfolgreiche Unternehmerin, sondern auch in sie verliebt. Maren Kroymann ist auch mit dabei – als schnöselige Hetenwitwe!


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde ( Wertung nach dem Sternchenprinzip):

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.
* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.
* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!
* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.
* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.
* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.
* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …
* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!
+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.
© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2021)

Wenn ihr die Arbeit von Ingeborg Boxhammer unterstützen wollt, dann könnt ihr für www.lesbengeschichte.de spenden und damit die Zukunft ihrer Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lesbengeschichte“, Konto bei der Sparkasse KölnBonn, IBAN: DE 6637 0501 9803 0093 3579 BIC: COLSDE33XXX. 
Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.de.Fernsehinfos, Fernsehtipps, TV-Tipps

Über Lespress-Autorin

Könnte Sie auch interessieren:

Buchtipp: Daniela Schenk: Mein Herz ist wie das Meer

Zazou und Amelie, Amelie und Zazou. Sie treffen sich im Zug und lassen einander gedanklich …