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rbb Fernsehen RAFIKI, am Donnerstag (06.08.20) um 23:35 Uhr. Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland Kenia erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. - Als sich Kena (Samantha Mugatsia, li.) und Ziki (Sheila Munyiva) ineinander verlieben, müssen sie eine Entscheidung treffen. © rbb/Salzgeber

Fernsehinfos vom 01. bis 14.08.2020

Sa, 1.8., RBB 22:00 Uhr / Mi, 5.8., 3sat 20:15 Uhr:

Tödliche Geheimnisse – Jagd in Kapstadt
D 2017, R: Sherry Hormann

Fortsetzung des Polit-Thrillers um den TTIP-Betrug, den Journalistin Rommy [Nina Kunzendorf] und Redakteurin Karin [Anke Engelke] an die Öffentlichkeit bringen wollen

 

 

Sa, 1.8., ZDFneo 22:00 Uhr:

Internal Affairs – Trau ihm, er ist ein Cop
USA 1990, R: Mike Figgis*

Polizist Raymond [Andy Garcia] und Polizistin Amy [„Roseanne“-Schwester Laurie Metcalf] kommen bei einem Überwachungsauftrag dem korrupten Kollegen [bedrohlich: Richard Gere] auf die Spur. In gewisser Weise ungewöhnlicher Thriller: Raymond bleibt glücklich verheiratet, Amy bleibt lesbisch!

 

 

So, 2.8., arte 20:15 Uhr:

Die fabelhafte Welt der Amélie
Frankreich 2000, R: Jean-Pierre Jeunet*

Im Tarnmäntelchen eines Märchens kommt diese extrem bürgerliche Komödie daher: Amélie [Audrey Tautou] sucht nach dem Mann, dem die Kinderschätze in ihrem Haus gehören, und gerät so an manch falsche Adresse. Eine der Dominiques, die Amélie aufsucht, trägt einen Anzug, raucht und betrachtet sie genüsslich. „Natürlich“ macht Amélie, dass sie weg kommt  …

 

 

Di, 4.8., 3sat 20:15 Uhr:

Tödliche Geheimnisse
D 2017, R: Sherry Hormann***

Spannender Polit-Thriller rund um TTIP: Journalistin Rommy [Nina Kunzendorf] interviewt einen Whistleblower für das Magazin „Puls“, das ihre Ex, Karin Berger [Anke Engelke] leitet. Der Whistleblower verschwindet spurlos – wurde er umgebracht?

 

 

Di, 4.8., ServusTV 20:15 Uhr:

Swing Vote – Die beste Wahl
USA 2008, R: Joshua Michael Stern*

Politische Farce über die Bemühungen der US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten, einen Wechselwähler [Kevin Costner] für sich zu gewinnen.: Da er scheinbar nix gegen Homosexuelle hat, stürzen sich die Medien auf dieses Thema und befürworten die „Homoehe“, für die sogar ein Spot inszeniert wird

 

 

Mi, 5.8., BR 23:35 Uhr:

Whitney: Can I Be Me
USA 2017, R: Nick Broomfield, Rudi Dolezal

Die Dokumentation spürt dem kurzen Leben der Schwarzen Sängerin Whitney Houston (1963-2012) nach und legt eine Verbindung zwischen ihrer unterdrückten Homosexualität und ihrem schrecklichen Ende nahe. Sehr berührend und sehr sehenswert!

 

 

Do, 6.8., RBB 23:50 Uhr: T I P P ! !

Rafiki
Kenia/Südafrika/D/NL/FRA/Norwegen/Libanon 2018, R: Wanuri Kahiu******

Als Kena und Ziki, deren Väter für unterschiedliche Parteien als Abgeordnete kandidieren, sich ineinander verlieben, versucht ihr konservatives Umfeld, diese Liebesgeschichte zu unterbinden. – Flott, aber auch bewegend gefilmt – DER lesbische Kinoknaller des Jahres 2019!

 

 

Fr, 7.8., arte 05:00 Uhr:

Tracks: Spezial „Summer of Dreams” (2/2)
D/FRA 2020

Das Musikmagazin diesmal mit einem Beitrag über die Autorin Emil Ferris, die in einer Graphic Novel die Geschichte eines lesbischen Werwolf-Mädchens erzählt

 

 

Fr, 7.8., ZDFinfo 17:15 Uhr:

Bibeltreue Supermacht – Evangelikale in den USA
FRA 2019

Reportage über Evangelikale in den USA, die als große Religionsgruppe gegen alles hetzen, was z. B. zu einem freien, selbstbestimmten Leben als Feministin und Homosexuelle* gehört

 

 

Sa, 8.8., ProSieben 04:50 Uhr morgens:

Nix wie raus aus Orange County
USA 2002, R: Jake Kasdan+

Ein Highschoolschüler lässt nichts unversucht, um an der Stanford University angenommen zu werden. Dabei werden auch die sexuellen Abenteuer zwischen seiner Freundin und einer butchigen Putzfrau thematisiert. Unspektakuläre Hetenkomödie

 

 

So, 9.8., SRF1 10:00 Uhr:

Sternstunde Religion: Fragwürdige „Therapien“ für Homosexuelle
Schweiz 2020, Regie: Bernard Nicolas

Investigativer Dokumentarfilm über menschenverachtende Praktiken, die Homosexuelle zu Heterosexuellen machen sollen: in den USA, der Schweiz, in Frankreich, Deutschland und Polen

 

 

So, 9.8., RBB 10:30 Uhr:

Verliebt in Amsterdam
D 2017, R: Florian Froschmeyer***

Deutscher Karrierist verliebt sich in Amsterdamerin, die mit Eltern, Schwestern und deren lesbischer Geliebter auf einem Hausboot lebt

 

 

Fr, 14.8., BR 00:50 Uhr:

Frühstück bei Tiffany
USA 1961, R: Blake Edwards+

Die Romanverfilmung nach Truman Capote rückt die gerade den Kinderschuhen entwachsene Lebedame Holly Golightly [Audrey Hepburn], die sich erst am Schluss für den armen Lebemann Paul [George Peppard] entscheidet, ins Zentrum der Geschichte des US-amerikanischen Jet-Sets der vierziger Jahre. Im Roman geht Holly nach Brasilien und verschwindet aus Pauls Leben. Ihre New Yorker Zeit wird aus seiner Erinnerung geschildert und ihm berichtet sie des Öfteren von lesbischen Frauen in ihrem Umfeld; es klingt, als hätte sie auch eigene Erfahrungen gesammelt. Aber das alles hat Blake Edwards einfach ignoriert!

 


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2020)

Über Lespress-Autorin

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