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SWR Fernsehen MAREN KROYMANN - EINE VON HIER, am Sonntag (19.07.20) um 10:10 Uhr. Hat Tübinger Wurzeln: Die Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin Maren Kroymann. Bild: SWR

Fernsehinfos vom 20.06. bis 03.07.2020

Sa, 20.6., ONE 08:30 Uhr:

Für immer 30
D 2011, R: Andi Niessner***

Timo [Felix Eitner] erlebt eine Midlifecrisis und kriegt außerdem eine Frau [Marie-Lou Sellem] vor die Nase gesetzt – das hält er nicht aus … Auch seine Tochter [Sidonie von Krosigk] lebt nicht nach seinen Vorstellungen und Plänen, sie trägt neuerdings Tattoos und outet sich auch noch als Lesbe! Übliche Fernsehunterhaltung

 

Sa, 20.6., ORF2 11:25 Uhr:

Lilly Schönauer: Weiberhaushalt
Österreich/D 2013, R: Karola Hattop*****

Oh-oh: In der  stockbiederen Schönauer-Märchenwelt droht eine lesbische Liaison eine Heterofamilie auseinanderzubringen! Wird Lesbe Lucy leer ausgehen? Oder kann sich das Drehbuch neben dem heterosexuellen auch ein lesbisches Happy-End vorstellen …?

 

Sa, 20.6., ONE 12:55 Uhr:

Lotte am Bauhaus
D 2019, R: Gregor Schnitzler***

Der Film entwickelt anhand einer fiktiven Person, der Zeichnerin und Tischlerin Lotte Brendel (Alicia von Rittberg), die Geschichte einer jungen Frau, die sich 1923 gegen den Willen ihrer traditionsbewussten Eltern die Kunstschule des Weimarer Bauhauses besucht. Die Malerin und Innenarchitektin Friedl Dicker (1898-1944 Auschwitz) wird hier als junge rebellische Frau inszeniert, die sich für Lotte interessiert, gern Frauen küsst und ebenso gern Hosen trägt.

 

 

Sa, 20.6., ORF1 20:15 Uhr:

Saving Mr. Banks
UK/USA 2013, R: John Lee Hancock+

Unterhaltsame Geschichte um die Entstehung des legendären Filmmusicals “Mary Poppins”, dessen Filmrechte die [im echten Leben lesbische] Autorin P. L. Travers (1899-1996) eigentlich nicht an Walt Disney [völlig fehlbesetzt: Tom Hanks] verkaufen wollte. Wie zu befürchten war, ist Travers [Emma Thompson] in diesem Disney-Märchen leider nicht als taffe Lesbe inszeniert … Seufz.

 

 

So, 21.6., RTL2 22:25 Uhr:

Mr and Mrs Smith
USA 2005, R: Doug Liman+

Killerpaar [Brad Pitt und Angelina Jolie], das jeweils nichts vom Beruf der Partnerin/des Partners weiß, wird dummerweise mit jeweils einem Mordauftrag gegeneinander aufgehetzt; frech-blutige Action, bei der eine lesbische Computer-Expertin einen Kurzauftritt hat

 

 

Di, 23.6., 3sat 20:15 Uhr:

Seitensprung
D 2014, R: Sabine Boss+

Werbetexterin Fiona [Claudia Michelsen] ist zwar nicht erfreut, dass ihr Gatte die Nachbarin geschwängert hat, aber sie nimmt sie in die Familie auf und steht ihr bei der Geburt bei. Dies lässt die Hebamme denken, es handle sich um ein lesbisches Paar. Leider nicht …

 

 

Mi, 24.6., 3sat 23:10 Uhr:

L.A. Confidential
USA 1997, R: Curtis Hanson+

Polizeikrimi, in den Fünfzigern angesiedelt, um drei Cops [Kevin Spacey, Guy Pearce und Russell Crowe], suchen nach einem Polizistenmörder. In einer Partyszene ist ein Frauenpaar in weißem Frack zu sehen.

 

 

Do, 27.6., Vox 20:15 Uhr:

Mann oder Frau? Leben im falschen Körper
D. 2017

Reportage, die mehrere Personen bei ihren Geschlechtsangleichungen begleitet und porträtiert)

 

 

So, 28.6., SWR/SR 07:00 Uhr:

Mami, Mama und drei Kinder –  Ein lesbisches Paar und sein Nachwuchs
D 2008, R: Antonella Berta

Reportage über ein lesbisches Paar und ihren Kinderwunsch

 

 

So, 28.6., SRF2 00:15 Uhr:

Stonewall
USA 2015, R: Roland Emmerich**

Das Drama erzählt die Geschichte von den Unruhen rund um den schwul-lesbisch-trans*-queeren „Stonewall Inn“ in der Christopher Street in Greenwich Village in New York Ende Juni 1969: Bei einer der Polizierazzien widersetzt sich eine größere Gruppe und wirft ein Fenster ein. Die Unruhen gelten als Signal für einen Umschwung im Bewusstsein von Homosexuellen, Lesben und Trans*.

 

 

So, 28.6., arte 02:10 Uhr:

Express Yourself: Die Tänzer der Queen of Pop
NL 2015,  R: Ester Gould, Reijer Zwaan

Doku über Madonnas “Blond Ambititon Tour” 1990 und den Film “In Bed with Madonna”; neben ihren Masturbationsszenen gab sie auch den schwulen Tänzern ein Forum – womit nicht alle einverstanden waren

 

 

Mo, 29.6., HR 21:45 Uhr:

Tatort: Babbeldasch
D 2017, R: Axel Ranisch**

Experimenteller Tatort in Mundart und mit Laienschauspieler_innen: In einem Ludwigshafener Theater stirbt die Hauptdarstellerin. Lena Odenthal [Ulrike Folkerts] ermittelt und befragt dabei auch die lesbische Tochter der Toten

 

 

Mo, 29.6., Kabel 23:20 Uhr:

Romeo Must Die
USA 2000, R: Andrzej Bartkowiak+

Traditionelle Hetero-Action: Ein schwarzes und ein asiatisches Syndikat bekämpfen einander bis aufs Blut. Am Anfang gibt es eine kurze Showeinlage mit sich küssenden Frauen in einem Nachtclub

 

 

Fr, 3.7., arte 00:00 Uhr:

Tracks: 60 Jahre Queer Pop
D 2020

Das Feature geht der Frage nach, welchen Einfluss Popkultur auf queere Identitäten nahm und nimmt: Führt(e) die Musik zu einer befreiten Sexualität?

 

 


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2020)

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