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ARD/NDR INAS NACHT (11), "Late-Night-Show", am Samstag (16.11.19) um 23:40 Uhr im ERSTEN. Gastgeberin Ina Müller begrüßt im Schellfischposten in dieser Sendung die Schauspielerin Ulrike Folkerts und den TV-Moderator Kai Pflaume, sowie die Sängerin Beth Hart und den Sänger Thees Uhlmann und Band. Foto (v.l.n.r.): Ulrike Folkerts und Ina Müller © NDR/Morris Mac Matzen

Fernsehinfos vom 14. bis 22.11. 2019

Do, 14.11., ProSieben 20:15 Uhr:

Queen of Drags
D 2019

Heidi Klum, Conchita Wurst und Bill Kaulitz kopieren die us-amerikanische Show „Drag Race“ von Ru Paul. Weil sie mit ihrem Leben sonst nix anzufangen wissen. Und weil Klum dringend ein neues Format braucht. – Fazit einfach: Überflüssiger Scheiß!

 

Do, 14.11., ORF2 00:05 Uhr:

Die Geschworene
Österreich/D 2007, Nikolaus Leytner+

Hanni [Christiane Hörbiger] hat als Wiener Geschworene einen Zuhälter des Mordes schuldig gesprochen und entdeckt, dass sie sich kritiklos zu dieser Entscheidung hat leiten lassen und dass der Verurteilte unschuldig ist. Erst widerwillig, dann mit Verve geht sie der österreichischen Justiz an den Kragen. Bei ihren Recherchen wird sie in einem Bordell lustlos von einer Prostituierten angegrabbelt, aber Hanni macht sich vom Acker … Sehenswerte Studie einer Politisierung; der Rechtsfall ist leider echt und nach wie vor ungeklärt

Sa, 16.11., SWR/SR 06:15 Uhr:

Ich und die anderen. Lesbisch. Schwul. Jung
D 2016

Jugendmagazin zur Unterstützung junger Menschen, die im Selbstfindungsprozess mit sich hadern und auch mit Anfeindungen von außen umgehen müssen

 

 

So, 17.11., SWR/SR 10:00 Uhr:

Ulrike Folkerts – die Frau hinter Lena Odenthal
D 2014

Porträt anlässlich des 60. Dienstjubiläums der „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal

 

So, 17.11., RTL2 21:55 Uhr:

Natürlich blond!
USA 2001, R: Robert Luketic*

Elle [Reese Witherspoon] ist der Inbegriff einer oberflächlichen Ami-Tussi: blond, doof und naiv. Um ihren Geliebten zu betören, der auf gebildete Frauen zu stehen scheint, studiert sie Jura und zeigt allen, wo der Hammer hängt. Beim Studium lernt sie eine lesbische Aktivistin kennen, die aber dann wohl der Schere zum Opfer gefallen ist, denn ab Mitte des Films taucht sie kaum mehr auf

 

So, 17.11., RTL2 23:50 Uhr:

New York Taxi
USA/FRA 2004, R: Tim Story*

Die taffe und schlagfertige Taxifahrerin Belle [Queen Latifah] muss den tollpatschigen Cop Washburn [Jimmy Fallon] kutschieren und erlebt mit ihm zahlreiche Abenteuer. Seine Chefin [Jennifer Esposito] wird bei einem Geiselaustausch von der Oberbankräuberin [Gisele Bündchen] übergriffig angetatscht. Klamaukiges Action-Komödien-Remake, das auch „die Queen“ nicht so richtig sehenswert macht.

 

Mi, 20.11., 3sat 22:25 Uhr:

Die Akte General
D 2015, R: Stephan Wagner*

Hervorragend besetzter biografischer Blick auf Fritz Bauer (1903-1968), den wegen seiner jüdischen Herkunft im NS verfolgten hessischen Generalbundesanwalt, der gegen alle Widerstände sowohl für die Ergreifung des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann (1906-1962) wie auch in den 1960er Jahren für die sogenannten Auschwitz-Prozesse gegen nationalsozialistische Täter sorgte. In diesem – meiner Meinung nach besten – der drei zuletzt gedrehten Filme über Fritz Bauer gibt es auch eine Szene mit seiner lesbischen Ehefrau.

 

Mi, 20.11., BR 00:40 Uhr:

Axolotl Overkill
D 2017, R: Helene Hegemann***

Eine Teenagerin zieht von einer Berliner Techno-Party zur anderen, zwischen Drogenrausch und Faszination für eine Fotografin, mit der sie eine Affäre hat

Do, 21.11., SRF1 23:45 Uhr: N E U ! ! !

Rafiki
Kenia/Südafrika/D/NL/FRA/Norwegen/Libanon 2018, R: Wanuri Kahiu******

Als Kena und Ziki, deren Väter für unterschiedliche Parteien als Abgeordnete kandidieren, sich ineinander verlieben,
versucht ihr konservatives Umfeld, diese Liebesgeschichte zu unterbinden. – Flott, aber auch bewegend gefilmt – DER lesbische Kinoknaller des Jahres!

 

 

Fr, 22.11., BR 00:30 Uhr:

Betrogen
USA 1971, R: Don Siegel*

Während des amerikanischen Bürgerkriegs wird ein verletzter Unionssoldat [Clint Eastwood] in einem Internat von acht Frauen gesund gepflegt. Nach anfänglicher Skepsis beginnen die Frauen, ihn zu bedrängen. Dabei haben die Frauen auch Fantasien miteinander. Dichtes Psychogramm über eine Frauenwelt im Krieg – leider überwiegend unreflektiert aus Männerperspektive erzählt.

 

 

 


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2017)

++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++

– Die Fernsehinfos entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lebensgeschichte“
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