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Zur ARTE-Sendung Entre Nous - Träume von Zärtlichkeit Die beiden unzertrennlichen Freundinnen Lena (Isabelle Huppert, re.) und Madeleine (Miou-Moiu, li.) amüsieren sich in Paris. © Studiocanal Foto: ARTE France

Fernsehinfos vom 6. bis 19.7. 2019

Sa, 6.7., ServusTV 22:15 Uhr:

Das Mädchen, das die Seiten umblättert
Frankreich 2006, R: Denis Dercourt***

Weil eine Jury-Richterin ihr die Karriere als Pianistin versaut, rächt sich die junge Melanie ein paar Jahre später an ihr, indem sie sich in ihr Leben und ihre – auch intime Nähe – schleicht; spannendes, aber absehbares Psychodrama

 

So, 7.7., WDR 07:45 Uhr:

Transgender – Wie Florian zu Flora wurde
Reportage: Was, wenn man* zum Beispiel als Junge auf die Welt gekommen ist, sich aber wie ein Mädchen fühlt?

 

So, 7.7., tagesschau24 21:30 Uhr:

Du sollst nicht schwul sein
D 2015, R: Marco Giacopuzzi

Reportage über die diskriminierende Haltung der Religionen gegenüber Homosexualität

 

So, 7.7., WDR 21:45 Uhr:

Küsst euch! – Die große Show zum CSD
D 2019, Moderation: Bettina Böttinger und Simon Stäblein

Soweit ist es schon gekommen: Anlässlich des 50. Jubiläums der Straßenschlacht zur Emanzipation von Lesben, Trans*, Schwulen und Inter* gibt’s eine Unterhaltungsshow („Regenbogenshow“) mit berühmten Gästen oder denen, die als solche gehandelt werden … Muss wirklich alles medial verwertbar gemacht werden? Wer braucht den Quark?

 

So, 7.7., arte 22:05 Uhr: N E U !

Sound of Freedom – Der Sound der Freiheit
1+2/2, D 2019, R: Claus Wischmann, Ulrike Neubecker

Zweiteilige Dokumentation über politische Positionierungen zu Protest und Freiheit in der Musik, u. a. mit Blick auf die Stärke von Frauen; zweiter Teil im Anschluss

 

So, 7.7., WDR 23:45 Uhr:

Käpt’ns Dinner: Maren Kroymann
Talk im Hamburger Hafen mit Michel Abdollahi und der Kabarettistin Maren Kroymann

 

Mo, 8.7., arte 13:50 Uhr:

Ich will dich
D 2015, R: Rainer Kaufmann*******

Bürgerliche und lebensgemeinschaftliche Bereicherungen stehen der Liebe zwischen zwei Frauen (Erika Marozsán und Ina Weisse) im Wege, die sich weder von ihrem bisherigen sozialen Gefüge (Marie) noch von ihren Zukunftsträumen (Ayla) verabschieden möchten. Sie sehen sich als heterosexuelle Frauen mit heterosexuellen Errungenschaften (Familie, Anerkennung), die sie nicht aufzugeben bereit sind.

 

Mo, 8.7., HR 23:15 Uhr:

Betrogen
USA 1971, R: Don Siegel*

Während des amerikanischen Bürgerkriegs wird ein verletzter Unionssoldat [Clint Eastwood] in einem Internat von acht Frauen gesund gepflegt. Nach anfänglicher Skepsis beginnen die Frauen, ihn zu bedrängen. Dabei haben die Frauen auch Fantasien miteinander. Dichtes Psychogramm über eine Frauenwelt im Krieg – leider überwiegend unreflektiert aus Männerperspektive erzählt.

 

Mi, 10.7., 3sat 09:15 Uhr:

Männlich, weiblich – oder was? Leben mit dem dritten Geschlecht
D 2018, R: Hannah Reineke, Insa Rauscher, Franziska Ehrenfeld

Porträt über intersexuelle Personen, von denen viele als Kind operiert wurden, um der Norm zu entsprechen

 

Mi, 10.7., Sat1 20:15 Uhr:

Sieben verdammt lange Tage
USA 2014, R: Shawn Levy**

Als bei den Altmans der Vater stirbt, müssen vier Geschwister, darunter Judd (Jason Bateman) und seine Schwester Wendy (Tina Fey), zusammen mit der Mutter (Jane Fonda) sieben Tage lang jüdische Totenwache (Schiv’a) halten. Am Ende der Trauerzeit gibt es ein überraschendes Coming Out …

 

Do, 11.7., ARD 23:30 Uhr:

Kroymann: Der Geburtstag
Die Kabarettistin Maren Kroymann nimmt ihren 70. Geburtstag zum Anlass, u. a. sich selbst auf die Schüppe zu nehmen

 

Fr, 12.7., ORF1 10:30 Uhr / So, 14.7., SuperRTL 20:15 Uhr:

Von Frau zu Frau
USA 2006, R: Michael Lehmann+

Gluckenhafte Mutter [Diane Keaton] mischt sich ins Privatleben ihrer Töchter ein. Widerliche und nervige Wir-halten-am-Frauenbild-der-fünfziger-Jahre-fest-Komödie! Einziger Lichtblick: Traumtyp macht Milly bei Kochkurs im Altenheim sein öffentliches Liebesgeständnis. Das wird nicht nur von den älteren Heteras und Heteros zu einer stürmischen gegenseitigen Umarmung genutzt, sondern auch von zwei älteren Frauen!

 

Sa, 13.7., BR 22:30 Uhr:

Donna Leon – Venezianisches Finale
D 2003, R: Sigi Rothemund, Krimi: Donna Leon*****

Commissario Brunetti [Uwe Kokisch] geht der Ermordung eines homophoben Dirigenten nach und verdächtigt u. a. die lesbische Opernsängerin Flavia Petrelli [Leslie Malton], die mit ihrer Agentin Brett Lynch [Gesine Cukrowski) zusammenlebt. Naja …

 

So, 14.7., Sat1 20:15 Uhr: N E U !

Allied – Vertraute Fremde
USA 2016, R: Robert Zemeckis**

Romantischer Spionagethriller: Während des Zweiten Weltkriegs trifft ein britischer Spion, Max Vatan [Brad Pitt], in Marokko die Spionin, Marianne Beausejard [Marion Cotillard] – oder ist Marianne womöglich eine Doppelagentin? Max hat eine Schwester, die lesbisch und auch Spionin ist.

 

Mo, 15.7., arte 20:15 Uhr / Mi, 17.7., arte 15:30 Uhr:

Entre Nous (Coup de Foudre)
Frankreich 1983, R: Diane Kurys******

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind zwei Heteropaare froh, wieder in Frieden leben zu können. Die Freundschaft der beiden Frauen [Isabelle Huppert und Miou-Miou] intensiviert sich bald in einer Weise, die den Männern verschlossen bleibt. Besonders Michel [Guy Marchand] äußert sein Unverständnis in aggressiven Übergriffen, die die Frauen zwar beeindrucken, aber nicht auseinanderbringen. – Interessante Beziehungsstudie – längst ein Klassiker!

 

Mo, 15.7., HR 23:15 Uhr:

Ziemlich beste Freunde
Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric Toledano*

Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten Blick nicht erkennen …

 

Mo, 15.7., NDR 23:30 Uhr:

Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel
USA 2016, R: Garry Marshall

Verschiedene, miteinander lose verwobene Episoden zentrieren sich auf romantisch-komödiantische Ereignisse am und zum Muttertag. Die Eltern von Gaby und Jesse verhalten sich rassistisch und homophob, besinnen sich aber in kürzester Zeit und lieben alle. Der Witz (?) dieser Möchtegern-Komödie hat sich mir nicht erschlossen

 

Mi, 17.7., Nitro 22:15 Uhr:

Die Wutprobe
USA 2002, R: Peter Segal*

Dave [Adam Sandler] erhält Anti-Aggressionstherapie von Doktor Rydell [Jack Nicholson – der würde mich hier auch in die Klapse bringen]. In der Therapiestunde gibt es ein lesbisches Paar, das seine Eifersucht nicht unter Kontrolle hat. Blöder Klamauk: Das Lesbenpaar soll nur den schrägen Reigen „gestörter“ Menschen abrunden!

 

Mi, 17.7., Kabel 03:35 Uhr:

Barbarella
FRA/ITA 1968, R: Roger Vadim*

Die Weltraumagentin Barbarella [Jane Fonda] fliegt auf den Planeten T, um dort den machtbesessenen Erdenbewohner Duran Duran zurückzuholen und den Weltfrieden wiederherzustellen. Nicht nur ein Jäger will Sex mit ihr, sondern auch die Königin [Anita Pallenberg]. Abgedrehte Begattungs-Fantasy

 

Do, 18.7., arte 00:50 Uhr:

Much Loved
FRA/Marokko 2015, R: Nabil Ayouch***

Das Gesellschaftsdrama porträtiert drei befreundete marokkanische Sexarbeiterinnen und ihren Überlebenskampf im unerquicklichen Alltag. Die lesbische Randa ist eine von ihnen.

 

Fr, 19.7., Tele5 22:05 Uhr:

Eine Nacht in Rom – Room in Rome
Spanien 2010, R: Julio Medem********

Die Spanierin Alba und die Russin Natasha lernen sich in einer Bar in Rom kennen und verbringen eine hocherotische Nacht miteinander. Werden beide in ihre alten Leben zurückkehren oder gemeinsam einen Neuanfang wagen? Weniger nackte Haut wäre hier mehr gewesen!

 

Fr, 19.7., arte 01:50 Uhr:

Beth Ditto – Lille 2017

Nach ihrer Karriere mit der Band „Gossip“ startete die lesbische Sängerin Beth Ditto (geb. 1981) solo und gab im Herbst 2017 im französischen Lille ein gewohnt temperamentvolles Konzert

 

 

 


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2017)

++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++

– Die Fernsehinfos entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lebensgeschichte“
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