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WDR Fernsehen BLAU IST EINE WARME FARBE, Filmdrama, Regie: Abdellatif Kechiche, am Montag (15.04.19) um 00:05 Uhr. Emma (Léa Seydoux, li.), die Malerin, zeichnet Adèles (Adèle Exarchopoulos) Porträt. © WDR/Wild Bunch Germany

Fernsehinfos vom 13. bis 26. April 2019

Sa, 13.4., Vox 20:15 Uhr:

40 Jahre Whitney Houston – Die tragische Geschichte der Queen of Pop
2018
Anlass zur Doku ist der 40. Jahrestag ihres Hits „Life is a party“. Nur wenig Infos zu diesem Feature über Whitney Houston (1963-2012) zu finden; ich bin skeptisch, ob ihr lesbisches Leben hier Thema wird

Sa, 13.4., ARD 01:15 Uhr:

Der Wolf: Tote Hunde beißen nicht
DK/Norwegen 2008*****
Detektiv Varg Veum muss eine aufstrebende konservative Politikerin beschützen, die bedroht wurde und außerdem seit zwei Jahren eine heimliche Geliebte hat – was sie öffentlich leugnet … Halbwegs spannender Krimi

So, 14.4., SRF1 23:10 Uhr: N E U !

Chavela
Mexiko/Spanien 2017, R: Catherine Gund und Daresha Kyi
Aufschlussreiches und unterhaltsames Porträt der mexikanischen lesbischen Sängerin Chavela Vargas (1919-2012

Mo, 15.4., WDR 00:05 Uhr:

Blau ist eine warme Farbe
Frankreich/Belgien/Spanien 2013, R: Abdellativ Kechiche, Comicvorlage: Julie Maroh********
Die turbulente und sexszenenreiche Liebesgeschichte zwischen Adèle [Adèle Exarchopoulos] und Emma [Léa Seydoux] – der umstrittene Film gewann die Goldene Palme in Cannes

Di, 16.4., arte 13:40 Uhr:

Die schwarze Witwe
USA 1987, R: Bob Rafelson****
Die mordende Heiratsschwindlerin Catherine [Theresa Russell] wird von der smarten Agentin Alexandra [Debra Winger] gejagt. In der gegenseitigen Faszination verwischen mitunter die Grenzen von Jagender und Gejagter. Nicht unerotisch. Nur Sami Frey stört.

Di, 16.4., DisneyChannel 20:15 Uhr:

Juno
USA 2007, R: Jason Reitman+
Als eine Sechzehnjährige [Ellen Page!] schwanger wird, entscheidet sie, ihr Kind geeigneten Pflegeeltern zu überlassen. Bei der Suche nach den Richtigen zieht sie auch kurzzeitig ein Lesbenpaar in Betracht

Di, 16.4., WDR 22:10 Uhr:

Tödliche Geheimnisse – Jagd in Kapstadt
D 2017, R: Sherry Hormann
Fortsetzung des Polit-Thrillers um den TTIP-Betrug, den Journalistin Rommy [Nina Kunzendorf] und Redakteurin Karin [Anke Engelke] an die Öffentlichkeit bringen wollen

Mi, 17.4., ORF2 20:15 Uhr:

Ich bin dann mal weg
D 2015, R: Julia von Heinz+
Verfilmung seines autobiografischen Bestsellers: Als der schwule Entertainer Hape Kerkeling (Devid Striesow) bei einem Bühnenauftritt einen Schwächeanfall erleidet, wählt er für seine Auszeit den Jakobsweg und bleibt währenddessen mit seiner lesbischen Agentin Dörte (Annette Frier) in Kontakt. Alles ein wenig lau.

Do, 18.4., MDR 22:05 Uhr:

Lotte am Bauhaus
D 2019, R: Gregor Schnitzler***
Der Film entwickelt anhand einer fiktiven Person, der Zeichnerin und Tischlerin Lotte Brendel (Alicia von Rittberg), die Geschichte einer jungen Frau, die sich 1923 gegen den Willen ihrer traditionsbewussten Eltern die Kunstschule des Weimarer Bauhauses besucht. Die Malerin und Innenarchitektin Friedl Dicker (1898-1944 Auschwitz) wird hier als junge rebellische Frau inszeniert, die sich für Lotte interessiert, gern Frauen küsst und ebenso gern Hosen trägt.

Do, 18.4., PHOENIX 22:15 Uhr:

Christina Wasa – Die wilde Königin
D 2015,
Film über das Leben Königin Christinas von Schweden (1626-1689), der unangepassten queeren Regentin, die Greta Garbo in „Königin Christine“ (1933) darstellte

Fr, 19.4., RBB 22:05 Uhr:

Ziemlich beste Freunde
Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric Toledano*
Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten Blick nicht erkennen …

Fr, 19.4., ZDFneo 23:00 Uhr:

Bram Stoker’s Dracula
USA 1992, R: Francis Ford Coppola*
Jonathan Harker [Keanu Reeves] verliert seine geliebte Mina [Winona Ryder] an Graf Dracula [Gary Oldman], der in ihr seine vor Jahrhunderten verstorbene Frau wiederzuerkennen glaubt. Jonathan wird Opfer mysteriöser Frauen, die sich nicht nur an ihm, sondern auch aneinander erfreuen; ein Unwetter drängt Mina und ihre Freundin Lucy [Sadie Frost] zu einem Kuss … Elegant gefilmte Schauermär

Sa, 20.4., Tele5 20:15 Uhr:

Das Märchen der Märchen
ITA/FRA/UK 2015, R: Matteo Garrone
Drei Märchen werden parallel erzählt und lose miteinander verwoben. Mit dabei: Salma Hayek. Soll wilden Lesbensex in einer Kutsche geben …

Sa, 20.4., ServusTV 21:45 Uhr:

Tod auf dem Nil
UK 1977, R: John Guillermin+
Hercule Porree — pardonnez-moi, Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer, auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs. Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] …

Sa, 20.4., arte 22:35 Uhr:

Die geheime Welt der Zwillinge
UK/D 2016
Die Doku porträtiert verschiedene Zwillingspaare; darunter auch zwei Schwestern, von denen eine lesbisch lebte und dann eine Geschlechtsangleichung vornehmen ließ.

So, 21.4., SRF2 22:05 Uhr:

Vier Hochzeiten und ein Todesfall
UK 1994, R: Mike Newell+
Charles [Hugh Grant] verliebt sich in Carrie [talentfreier Hutständer: Andie McDowell], kriegt sie aber erst nach mehreren Hochzeiten und einer Beerdigung. Fiona [charming: Kristin Scott Thomas], eine aus seiner Clique, räumt bei einer Nachfrage ein, sie sei mal 15 Minuten lang „Lesbierin“ gewesen, das würde wohl aber nicht zählen. Über weite Strecken unterhaltsame Heterokomödie

Mo, 22.4., Vox 16:15 Uhr:

Coyote Ugly
USA 2000, R: David McNall+
„Ugly“ ist hier vor allem die ausbeuterische Story: Piper Perabo macht Karriere, indem sie halbnackt auf der Theke tanzt und von einer Kollegin wird sie mal kurz für lesbisch gehalten– verlogene Hetenkomödie

Mi, 24.4., HR 12:50 Uhr:

Mamas Flitterwochen
D 2008, R: Thomas Jacob**
Urgghhh … Diese unsägliche Familienpropaganda (3. Teil!) kriecht doch immer wieder aus dem Keller hoch: Hier wird das Lesbische endlich getilgt und Tochter Anja [Tina Ruland] scheint endlich wieder frei für den Vater ihres Kindes. Menno, was für eine Zumutung!

Do, 25.4., Vox 20:15 Uhr:

Die Eiskönigin – völlig unverfroren
USA 2013, R: Chris Buck, Jennifer Lee+
Trickfilm über die tiefe Liebe zwischen Schwestern; die mächtige Eiskönigin Elsa endet nicht in den Armen irgendeines Prinzen, sondern bleibt für sich. In ihr entdeckten selbsternannte Tugendschützer und evangelikale Prediger lesbische Züge und den Verfall westlicher Werte, vor denen es zu warnen galt … Haha!

Fr, 26.4., ProSieben 22:30 Uhr:

V wie Vendetta
UK/USA/D 2006, R: James McTeigue**
Ein faschistischer Großkanzler [John Hurt] beherrscht einen Überwachungsstaat, gegen den ein mysteröser Gegenspieler, V [Hugo Weaving] antritt. In einer Gefängnisszene lässt eine wegen ihres Lesbischseins inhaftierte Frau ihre Zellennachbarin an ihrem Leben teilhaben … In Teilen spitzfindiges Fantasydrama

 

 


Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2017)

++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++

– Die Fernsehinfos entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lebensgeschichte“
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