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Sibylle Berg weiß: Schriftsteller und Schriftstellerinnen werden gerne in bedeutsamer Pose porträtiert. Dies wäre dann so eine. Bild: SWR
Sibylle Berg weiß: Schriftsteller und Schriftstellerinnen werden gerne in bedeutsamer Pose porträtiert. Dies wäre dann so eine. Bild: SWR

Film-Tipp: Wer hat Angst vor Sibylle Berg?

Wildtrud Baier und Sigrun Köhler ist ein äußerst unterhaltsames Portrait von Sibylle Berg, der angeblich  „erbarmungslosesten deutschen Schriftstellerin“, gelungen.

Die Autorinnen, von Sibylle Berg liebevoll-bissig als „ihre Doku-Schlampen“ vorgestellt,  begleiten Sibylle Berg u. a. beim Besuch der verhassten Clownschule, die sie nach ein paar Jahren rausschmiss, bei der Besichtigung eines Lautner-Hauses, bei ihrer Arbeit am Theater  und führen ein langes Interview mit ihr, das in „Schnipseln“ schön einmontiert wurde.

„Ich bin son schöner Mensch eigentlich, aber eigentlich auch nicht“

Was Sibylle Berg in diesen Situationen nebenbei bemerkt und scheinbar unfreiwillig von sich preisgibt,  macht den Film sehr, sehr unterhaltsam. Und zwischendurch fängt sie sogar eine Drohne (so ein „Scheißerchen“) und sinniert darüber, wie laut es wird, wenn Amazon alles mit diesen Dingern ausliefert.

Selbst die sparsam eingesetzten, von Berg so gehassten Lohengrin-Takte (Diesen ganzen Überschwall-Todesdramolett-Scheiß“) wirken nicht befremdlich, sondern fast schon witzig.

Unbedingt anschauen!

SWR,  31. Mai 2017, 23:25 Uhr

Allein der Trailer ist schon cool; hier gibt’s ihn zum Download

Über Ulrike Anhamm

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