Uganda: Bitte um Unterstützung gegen Todesstrafe
12. Februar 2010 | Von admin | Kategorie: AktuellHomosexuellen in Uganda droht die Todesstrafe, wenn eine zur Debatte stehende Gesetzesvorlage angenommen wird.
Ein internationaler Proteststurm hat den Präsidenten dazu bewegt, die Vorlage nochmals zu überprüfen zu lassen, meldet die Organisation Avaaz. “Unsere ugandischen Verbündeten sagen, wenn es eine große Welle weltweiter Proteste gibt, begreift unsere Regierung, dass Uganda durch diese Gesetzesvorlage international isoliert wird, und nimmt sie zurück.
Uns bleiben nur wenige Tage – unterzeichnen Sie die Petition gegen das Anti-Homosexuellen-Gesetz und laden Sie Freunde und Familie zum Unterzeichnen ein. Sie wird an Politiker in Uganda, Geberländer und an Botschaften in aller Welt übergeben.” ruft Avaaz auf seiner Website auf, wo die Petition zu finden ist.
https://secure.avaaz.org/de/uganda_rights/
Der ostafrikanische Staat Uganda ist bereits heute einer der schlimmsten Verfolgerstaaten von sexuellen Minderheiten (LSBT). Mit dem Gesetzentwurf droht eine Verschärfung des homophoben ugandischen Strafrechts, die die Arbeit von homosexuellen Menschenrechtsverteidigern kriminaliseren und zunichte machen würde, auch würde die HIV- und Aids-Präventionsarbeit massiv behindert.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung rief bereits im Dezember zu Spenden für die Freundinnen und Freunde von “Sexual Minorities Uganda (SMUG) auf. “Wir brauchen diese Unterstützung im Kampf gegen das drohende Anti Homosexualitätsgesetz, wir müssen aufklären und den Leuten klar machen, was uns hier droht, sollte das Gesetz in Kraft treten”, so der SMUG-Vorsitzende Frank Mugisha in einem Brief an die Stiftung.
In dem Gesetzentwurf ist zudem vorgesehen, dass jeder sich strafbar macht und zu drei Jahren Haft verurteilt werden kann, der ihm bekannte Lesben und Schwule oder Verteidiger der Menschenrechte von sexuellen Minderheiten nicht anzeigt. “Schlimme Homosexualität” soll nach dem Gesetzentwurf gar mit dem Tod bestraft werden.
Die 2004 in Kampala gegründete SMUG tritt ein für gleiche Rechte für alle Ugander unabhängig von Geschlecht oder sexueller Identität. Zudem will SMUG die Homophobie und antihomosexuelle Gewalt im Land sowie HIV und Aids bekämpfen. Zusammen mit lokalen und internationalen Partnerorganisationen will SMUG die Menschenrechte von LSBT in Uganda voranbringen. SMUG ist auch im internationalen NGO-Beirat der Hirschfeld-Eddy-Stiftung vertreten.
Weitere Informationen zur Arbeit von SMUG:
http://hirschfeld-eddy-stiftung.de/index.php?id=118
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung leitet Spenden eins zu eins nach Uganda weiter.
Spenden sind steuerabzugsfähig, alle Spenderinnen und Spenden erhalten eine
Spendenbescheinigung.
Spendenkonto:
Hirschfeld-Eddy-Stiftung
Konto 50 100 00
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ / BIC: 370 205 00 / BFSWDE33
IBAN: DE64370205000005010000
Stichwort: Uganda
